Parodontalbehandlung

Parodontalbehandlung

Als Parodont bezeichnet man den Zahnhalteapparat (Zahnfleisch, parodontale Fasern, Wurzelzement, Alveolarknochen). Parodontale Erkrankungen zählen zu den häufigsten oralen Erkrankungen bei Hund und Katze. 85% der Hunde über sechs Jahren leiden an Parodontitis.

Ursachen sind Plaque + Zahnstein und der damit verbundene Wechsel von einer aeroben, gram positiven in eine anaerobe, gram negative Keimflora. Diese Bakterien bilden Enzyme (v.a. Kollagenasen, Hyaloronidasen) und Toxine, die das Parodont angreifen , entzünden und abbauen.

Außerdem kommt es zu Kollateralschäden durch eine überschießende Immunabwehr. Tägliches Zähneputzen und regelmäßige Zahnkontrolle durch den Tierarzt sind die beste Prophylaxe. Bei bereits vorhandenen Veränderungen am Parodont wird eine parodontale Therapie nötig.

Dazu gehören: Scaling, Kürettage, Glättung der Wurzeloberflächen, Polieren der Zahnkronen, Kürettage von echten Zahnfleischtaschen (=geschlossene Kürettage) und in manchen Fällen auch parodontale Chirurgie (wie die offene Kürettage, Odontoplastik, Gingivektomie + Gingivoplastik). Nach erfolgter Behandlung können Medikamentendepots, wie Chlorhexidin, welche Bakterien über mehrere Wochen abtöten, in die Zahnfleischtasche eingegeben werden.

Auch der Knochenaufbau mit künstlichem Knochenersatz dient dem Wiederaufbau des Zahnhalteapparates. Es muss darauf hingewiesen werden, dass ohne regelmäßige häusliche Zahnpflege im Anschluss an die parodontale Therapie in absehbarer Zeit die Krankheitssymptome wieder zurückkehren.

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