Tibial Tuberosity Advancement (TTA)

Tibial Tuberosity Advancement (TTA)

Bei der TTA (Fa. Kyon) ist die Veränderung der Position der Patellasehne in Relation zum Tibiaplateau entscheidend für das Unterbinden des nach vorn Gleiten der Tibia in der Belastungsphase nach Kreuzbandriss.

Hierzu wird der Knochen mit dem Patellarssehnenansatz vorn an der Tibia durchtrennt und mit einem Käfig so nach vorn verbracht, dass der Winkel zwischen Patellarsehne und Tibiaplateau in der Standposition der Hintergliedmaße 90° beträgt. Somit wird die Kraft vom Kreuzband auf die Patellarsehne übertragen.

Wie bei der TPLO werden zur Operationsplanung zunächst Röntgenbilder in einem wieder speziellen Winkel angefertigt. Dann kann mit digitalen Schablonen berechnet werden, um wie viele Millimeter die Patellarsehne nach vorn verlagert werden muss.
Da die Patellarsehne an der Tuberositas tibiae anheftet (dem vordersten Knochenpunkt an der Tibia) und diese mit nach vorn vorgebracht wird nennt sich die OP 'Tibial Tuberosity Advancement'. In der neuen Position wird der knöcherne Ansatz des langen Kniescheibenbandes mit Hilfe eines Titankäfigs sowie einer Titanplatte gehalten. Diese Implantate sind sehr biokompatibel und müssen in der Regel ebenfalls nicht wieder entfernt werden, wenn der Osteotomiespalt nach einigen Monaten wieder vom Knochen aufgefüllt wurde.

Aufgrund des Abstandes, den der Knochen wieder überbrücken muss, ist dieses Verfahren wenig geeignet bei Hunden mit einem Tibiaplateauwinkel von über 30°. Bei sehr übergewichtigen Hunden, bei sehr aktiven Hunden von über 40 kg Körpergewicht und bei Hunden mit einem anatomisch wenig ausgeprägten oder einer defizitären Tuberositas tibiae raten wir ebenfalls von dieser OP - Methode ab.

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