Tibia Plateau Leveling Osteotomie (TPLO)

Tibia Plateau Leveling Osteotomie (TPLO)

Das TPLO Verfahren (Fa. Synthes) zielt darauf ab, den Winkel des Tibiaplateaus von in der Regel zwischen 20-35° auf ca 5° Grad zu reduzieren und somit das nach vorn Gleiten der Tibia nach Kreuzbandriss in der Belastungsphase zu unterbinden.

Zunächst werden dafür Röntgenaufnahmen des Knies in einem bestimmten Winkel angefertigt. Dann kann anhand vorgegebener Schablonen und Berechnungstabellen bestimmt werden, um wie viele Millimeter das Tibiaplateau rotiert werden muss. Mit einem gebogenen Spezialsägeblatt wird der Knochen in der OP durchtrennt und um die berechnete Anzahl Millimeter rotiert. Dann wird der Knochen in der neuen Position mit einer speziellen anatomisch vorgeformten Verriegelungsplatte (Fa. Synthes) fixiert. Diese Implantate der neueren Generation verbleiben in der Regel im Patienten, auch wenn der Knochen wieder durchgebaut ist und sich stabilisiert hat. Nur in ca. 2-3% der Fälle werden die Implantate bei uns wieder entfernt. Der Zeitraum, den der Knochen braucht, um wieder vollständig zu durchbauen, beträgt etwa zwei bis drei Monate.
Nach der TPLO - OP ist die operierte Gliedmaße in der Regel stabiler und schneller belastbar als nach Bandersatzverfahren.
Zudem wurde gezeigt, dass sich weniger arthrotische Veränderungen im Gelenk post OP ergeben als nach extrakapsulärer Stabilisierung mit Bandersatzverfahren. Dies ist mit ein Grund, warum die TPLO - OP von den meisten Chirurgen als 'Gold Standard' bei der Versorgung von Kreuzbandrissen bezeichnet wird.

Seit über 15 Jahren haben wir durch viele hundert TPLO - OP's große Erfahrungen mit dieser Methode sammeln können.

Wir operieren Tiere mit einem Gewicht ab etwa 5 kg bis über 80kg und mehr mit dem TPLO - Verfahren.

Mit freundlicher Genemigung von Firma Synthes

Häufig gestellte Fragen

  • Was ist der Vorzug von Verfahren wie TPLO und TTA gegenüber Bandersatzverfahren?
    Die entscheidenden Vorteile der biomechanischen Umstellungsosteotomien gegenüber den Bandersatzverfahren sind:
    • Knochen heilt verlässlicher und effizienter als verletztes Bandgewebe
    • biomechanische Verfahren sind früher belastbar und haben eine höhere Endstabilität nach Abheilung
    • durch frühere und stärkere Belastbarkeit ist die Atrophie von Weichteilgewebe geringer in der Phase der Rekonvaleszenz und Rehabilitation
    • Hunde belasten das Bein früher und stärker nach biomechanischen Verfahren im Vergleich zu Bandersatzverfahren
    • beidseitige TPLO - Operationen sind im Vergleich zu beidseitigen Bandersatzverfahren sicherer und bedeuten signifikant verkürzte Rehabilitationszeiten
  • Wie ist die Erfolgsrate von TPLO und TTA OP's?
    Die Erfolgsrate für TPLO und TTA OP's liegt bei knapp 95%, das bedeutet das Tierhalter später keine Leistungseinschränkung oder Lahmheit bei ihrem Hund mehr wahrnehmen. Hunde im Schutzdienst oder auch Hunde im Sport können ihrer Berufung wieder nachgehen.

  • Was sind mögliche Komplikationen nach Kreuzband OP's?
    Die Hauptkomplikationen sind Infektion, die in der Regel durch eine Antibiotikabehandlung und in Ausnahmefällen durch eine Gelenkspülungen behandelt werden, und später auftretende Meniskusverletzungen, die häufig konservativ - aber auch hin und wieder minimalinvasiv - chirurgisch behandelt werden müssen. Bei schwerwiegenden Infekten kann es unter Umständen nötig sein, die Implantate nach dem Durchheilen des Knochens wieder entfernen zu müssen. Dies geschieht in ca 2-3 % der Fälle.

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