Digitales Röntgen

Digitales Röntgen

Das digitale Röntgen ist ein sehr wertvoller Bestandteil der bildgebenden Diagnostik. Wir benutzen hierfür eine moderne digitale Röntgenanlage. Der Vorteil der digitalen Röntgentechnik ist, dass erstens dank einer Nachbearbeitungssoftware ein optimales Bild erzeugt werden kann und zweitens, dass die Strahlenbelastung deutl. geringer ist als bei herkömmlichen Röntgenanlagen.

Mit unserem Gerät wird digital geröntgt, das heißt, die Abschwächung der Röntgenstrahlen wird von einem Computer berechnet und bearbeitet, so dass das Bild sofort sichtbar ist und nicht auf einer Folie entwickelt werden muss. Zusätzlich kann das Bild noch bearbeitet werden, um Strukturen ggf. noch deutlicher sichtbar zu machen. 

Mit Röntgenstrahlen können vor allem Knochenstrukturen sehr gut dargestellt werden, aber auch Weichteilstrukturen sind oft gut erkennbar. Materialen unterschiedlicher Dichte absorbieren Röntgenstrahlen unterschiedlich stark, so dass die abgeschwächten Strahlen die unterschiedlichen Strukturen aufzeigen. Zum Beispiel absorbieren Knochen die Strahlen fast vollständig, während Weichteilgewebe wie, zum Beispiel die Milz, einen großen Teil der Strahlen durchlassen und somit im Röntgenbild dunkler erscheinen.

Die Möglichkeiten der Röntgendiagnostik sind vielfältig

Knochen:
Knochenbrüche oder Luxationen von Gelenken lassen sich sehr gut im Röntgen darstellen, aber auch hier gilt, dass zwei Projektionsebenen notwendig sind, um eine korrekte Beurteilung durchzuführen zu können und nichts zu übersehen. Oft wird bei Knochenbrüchen jedoch wach nur eine erste Aufnahme gemacht, da die Tiere sehr schmerzhaft sind. Erst in Narkose werden ergänzende Aufnahmen zur exakten Beurteilung der Problematik und ggf. zur Planung einer anstehenden OP durchgeführt.

Thorax (Brustkorb):
Die Lunge und das Herz sowie auch die Gefäße lassen im Röntgen oft Rückschlüsse auf bestehende Erkrankungen zu. Zum Beispiel ist die Vergrößerung der Herzsilhouette ein Hinweis auf eine Herzerkrankung , die mittels Herzultraschall weiter untersucht werden sollte. 

Im Lungenröntgen können zum Beispiel Primärtumore oder Metastasen diagnostiziert werden. Aber auch Gewebs- oder Bronchialerkrankungen, wie z.B. Entzündungen, können anhand von Strukturveränderungen gesehen werden.

Abdomen (Bauchraum):
Magen (zum Beispiel bei einer Magendrehung), Darm, Leber, Milz, Nieren, Blase lassen sich ebenfalls gut im Röntgen untersuchen.

Um eine noch bessere Aussage bei bestimmten Fragestellungen zu bekommen, kann es notwendig sein, ein Kontrastmittel einzusetzen. Dieses ist röntgendicht und kann dadurch bestimmte Strukturen besser darstellen oder sogar die Funktion eines Organs überprüfen

Es gibt ein spezielles Kontrastmittel für den Magen-Darm- Trakt. Hiermit kann die Durchgängigkeit der Magen- Darm- Passage überprüft werden und es können auch Engstellen oder Aussackungen in der Speiseröhre festgestellt werden.

Ein weiteres spezielles Kontrastmittel gibt es für die Harnwege. Hiermit können zum einen Engstellen oder Rupturen im Bereich der Harnleiter, der Blase oder Harnröhre beurteilt werden. Zum anderen kann – in einem gewissen Rahmen - auch die Funktionstüchtigkeit der Nieren überprüft werden.

Ein weiteres wichtiges Untersuchungsfeld ist das HD-, ED- sowie OCD-Röntgen für die Zuchtuntersuchungen. Bei bestimmten Hunderassen verlangt der Zuchtverein für die Zuchtzulassung eine Prüfung auf hauptsächlich genetisch bedingte Erkrankungen. Hierzu gehören die Hüftgelenkdysplasie (HD, eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks mit sekundärer Arthrosebildung), die Ellbogengelenkdysplasie (ED; eine Fehlentwicklung des Ellbogengelenks mit sekundärer Arthrosebildung) und die Osteochondrose dissecans (OCD, eine Fehlversorgung des Knorpels zum Teil mit Bildung einer Knorpelschuppe im Gelenk). Für die Untersuchung wird die Identität des Patienten überprüft und dieser dann in Vollnarkose gelegt, um eine vollständige Muskelrelaxanz zu erreichen. Diese wird benötigt, um aussagekräftige Bilder zur Beurteilung herzustellen. Es werden mehrere Röntgenaufnahmen nach Vorgabe der Zuchtvereine angefertigt und an den vom Zuchtverein bestimmten Gutachter zur Bewertung geschickt.

Gefahr der Röntgenstrahlung:
Röntgenstrahlen sind potenziell gefährlich für den Patienten und den Anwender, auch wenn in der Röntgendiagnostik nur eine geringe Strahlendosis angewendet wird. Darum legen wir sehr viel Wert auf den Strahlenschutz. Unsere Patienten werden darum aus rechtlichen Gründen ohne Ihre Anwesenheit geröntgt. Für unsere Haustiere ist die Strahlung lange nicht so gefährlich, wie für den Menschen, da Strahlenschäden erst im hohen Alter auftreten und diese Tiere keine so hohe Lebenserwartung haben.

Die meisten Patienten lassen sich sehr gut wach röntgen, nur in seltenen Fällen ist eine Sedation notwendig. 

Häufig gestellte Fragen

  • Ist die Strahlung für mein Tier gefährlich?
    Bei den Strahlen handelt es sich um Röntgenstrahlung, die eher im hohen Alter zu Problemen führen können, unsere Haustiere erreichen dieses Alter aufgrund ihrer Lebenserwartung nicht.

  • Muss mein Tier für eine Röntgenuntersuchung in Narkose?
    Nein, nur in besonderen Ausnahmefällen, wenn ein Tier sehr unkooperativ ist oder wenn es sich um eine Zuchtuntersuchung handelt.

  • Kann ich bei der Röntgenuntersuchung dabei sein?
    Aus Strahlenschutzgründen können Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht bei der Untersuchung anwesend sein.

  • Warum ist es ratsam, mehr als ein Bild von dem zu untersuchenden Bereich anzufertigen?
    Es sollten von dem betreffenden Gebiet immer mindestens zwei Aufnahmen aus zwei Richtungen angefertigt werden, um Nichts zu übersehen.

Am Klingenweg 21, 65396 Walluf
Telefon 06123 703740
Fax-Nr. 06123 7037410
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